in etwas weniger als 1 Stunde auf die Gowilalm (ca. 3 km ab Parkplatz), die Ihren Namen von einen Franzosen namens Gauville erhielt, der sich in den Franzosenkriegen lange Zeit auf der Alm versteckt hielt.
Wir bewundern das Tote Gebirge, den Großen Priel mit Spitzmauer, Warscheneck und viele weitere... aber auch auf den Hausberg, den Kleine Pyhrgas, der von Schnee angezuckert und mir noch gar nicht recht gefällt, fällt unser Blick.... Wir folgen dank meines Optimisten dem Anstiegsweg zum Kleinen Pyhrgas. Ein interessanter Steig führt anfangs sanft, dann steil in Serpentinen durch Latschenhänge und Fels mit kleinen Kletterpartien, gesichert mit u.a. einer Stahlkette, die dem Alter nach der Franzose Gauville angebracht haben dürfte....
Wir erhaschen bereits einen Blick auf den Gipfel...
und setzen unseren Aufstieg durch frischen Neuschnee fort...
Wir freuen uns, den Gipfel in etwa 1,5 Stunden nach der Gowilalm erreicht zu haben. Da bleibt dann fast das Herz stehen so schön ist es hier oben. Worte sind annähernd überflüssig und da geht sogar die sonst so redselige Sandra in sich und wird ruhig....
Eine beinahe unbeschreibliche Fernsicht... Nur noch zur Erklärung... Der Große Pyhrgas und der Scheiblingstein in unmittelbarer Nähe zeigen sich uns im Schneekleid, Blick hinaus in die Steiermark, im Tal noch immer eine dicke Nebelschicht... 
Auch die Prielgruppe direkt vor unserern Augen, der Grimming in greifbarer Nähe, sogar der Großglockner ist (meiner Meinung nach, aber da lass ich ev. mit mir verhandeln!) zu erblicken.. Wir genießen die Ruhe am Gipfel, es sind nur noch 5 weitere Personen hier. Das muss ich nun mal zugeben: Die Auswahl war genial! Wir sind soo stolz, dass wir den Gipfel erreicht haben...


Aller Abschied fällt schwer... wir brechen nach 1,5 h am Gipfel zum Rückweg auf... jeder Moment hat ein Ende... der Abstieg ist aber schwerer als erhofft... "Lieber 2 mal rauf als 1 mal runter" - da sind wir uns einig... der Schnee und die teilweise gefrorenen Stellen sind heimtückisch... sowohl Klaus als auch ich nehmen ungeplanten Popschkontakt mit dem Weg auf... wir blicken nochmals zurück... so ein schöner Berg, der zu Unrecht im Schatten seines großen Bruders steht... obwohl eine Gratüberschreitung wär da eine tolle Kombination... (ev. 2009??! ;.))
Wir brauchen annähernd die gleiche Zeit für Aufstieg sowie Abstieg ab der Gowilalm... Oberhalb der Gowilalm haben wir beim Aufstieg ein urgemütliches Fleckerl entdeckt. Genau dort genießen wir die letzten Sonnenstrahlen und die warmen Temperaturen bei einem Nickerchen.. ich hab sogar komische Schnarchgeräusche vernommen, oder kamen die wohl von den Gämsen?
Liegend blicke ich nochmals zum Großen Priel hinüber, ein Muss auf meiner Bergliste 2009!
Die Gowilalm hatte noch geöffnet, wir setzen jedoch den weiteren Abstieg fort. Was für ein Traumtagerl... doch auch dieser hat ein Ende, wir steigen ins Auto und begeben uns wieder ins Nebelloch... Wer geht schon auf den Kleinglockner wenn er den Großglockner haben kann? Wer jedoch aus diesem Grunde nur auf den 200m höheren Großen Pyhrgas wandert, hat sicher was versäumt. Auch der "Kleine" beeindruckt und bietet alpinen Charakter! Und außerdem hat man nur vom Kleinen einen grandiosen Ausblick auf den Großen! ;-) Super Tour, super Tag. Absolut empfehlenswert!
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