Donnerstag, 28. August 2008

Höllengebirgsüberschreitung; 27.08.-28.08.2008

"2 Schafe auf Höllentour":

27.08.2008: Vd. Langbathsee - Ht. Langbathsee - Schaflucke - Schafalm - Bunnkogel (1.708m) - Matthias Kogel - Hochleckenkogel (1.691m) - Pfaffengraben - Pfaffengrabenhöhe - Grünalmkogel (1.821m) - Eiblgupf - Riederhütte (Übernachtung)
Höhenmeter ca 1600m

28.08.2008: Gr.Höllkogel (1.862m) - Albertfeldkogel (1.707m) - Helmeskogel (1.633m) - Feuerkogel - Vd. Langbathsee

Andrea und ich haben schon lange davon geredet, uns Urlaub von der Arbeit zu nehmen und gemeinsam a "gscheite Tour" anzureissen... Jetzt hat es endlich gepasst! Danke für die schöne Begleitung!

Wir starten etwas nach 8 Uhr am Parkplatz des ehemaligen Sporthotels am Vorderen Langbathsee. Voller Elan und Motivation bewegen wir uns flach am See entlang Richtung Hinterem Langbathsee. A wunderbares Fleckerl Erde ist das hier hinten... Im türkisblauen See spiegelt sich die umliegende Bergwelt wieder. "Verdammt, is des sche..." Am Südufer des Hinteren Langbathsees biegen wir auf den Schafluckensteig ab. Wir sehen kein Hinweisschild, dass der Steig noch gesperrt wäre nur die Info: "Schafluckensteig, vorsicht Steinschlag, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit vorausgesetzt..." Gespannt wandern wir drauf los, vorerst durch ein kleines Waldstück und dann steil die Wand hinauf. Der Steig ist mit einigen Seilen versichert, aber nicht schwierig. Wir erreichen die Schafalm und wandern nach einer kurzen Rast im Unterstand weiter Richtung Gipfel. Das riesige Kreuz auf dem Brunnkogel ist schon von weitem zu sehen.. und täuscht eine kürzere Entfernung vor... kein Andrea Berg also... ;-) Wir erreichen nach nicht mal 3 Stunden den Gipfel und legen eine kleine Rast ein. Die Temperaturen sind optimal zum wandern, wenngleich die Sicht wir nicht als "bestens" einstufen wollen. Relativ diesig und wolkendurchzogen heute... Der nächste Gipfel ist der Matthiaskogel.. der wohl am einfachsten zu erreichende Gipfel unserer 2tägigen Wanderung! Obligatorisches Gipfelfoto wurde gemacht... und weiter gehts.. auf den Hochleckenkogel, den wir auch schneller als gedacht erreicht haben. Durch Latschen und Karststein geht es abwärts. Gämse lassen sich von uns nicht irritieren und beachten uns kaum... Der Abstieg in den Pfaffengraben, der das Höllengebirge durchzieht, ist steil und doch etwas anstrengender als gedacht... der Almrausch ist fast überall schon verblüht, aber zur Blütezeit muss das hier ein Meer von Farben sein... Der Gegenanstieg zur Pfaffengrabenhöhe strengt an.. Wer glaubt, man geht da im Höllengebirge "einfach rüber" liegt falsch. Die Höhenmeter summieren sich. Am Grünalmkogel wandern wir fast vorbei. Doch auch diesen Bergsieg wollen wir nicht auslassen und suchen uns das Gipfelkreuz, welches sich im Latschenmeer versteckt! Ab diesem Zeitpunkt haben wir auch bis zur Riederhütte keinen einzigen Menschen mehr gesehen! Total einsam, ruhig und verlassen präsentiert sich uns diese Gebirgskette. Die Sicht ist nach wie vor bescheiden, aber die Temperaturen passen definitiv. Angenehmes Wanderwetter. Die Gegend ist stark verkarstet und von Dolinen durchzogen. Im Gegenzug ein Latschenmeer. Weiter geht es Richtung Brunnkogel 2, welchen wir nördlich umgehen. Plötzlich plätschert eine kleine Quelle vor uns nieder, kaum zu übersehen, denn ganz oft angeschrieben! Flache Stücke gibt es hier äußerst selten... Wir erreichen das Schild, welches uns den Weg zur Riederhütte leicht rechts anzeigt. Eine Gams vesteckt sich hinter dem Stein und schaut frech und neugierig hervor...Wir sind versucht, den direkten Weg zu nehmen, doch die Gämse hüpfen Richtung Eiblgupf. Wir, ehrgeizig wie wir sind, den Gämsen nach! Also doch noch rauf auf den Eiblgupf, wieder durch Latschen und Steine. ... nach einer Stärkung schleppen wir uns zur Rieder Hütte, die wir gegen 19:15 erreichen. Eine "einsame" Höllentour... 9 h Gehzeit und 1.600 Höhenmeter sind geschafft.


Am nächsten Tag setzen wir unsere Tour fort. Gleich zu Beginn gehen wir auf den Großen Höllkogel, der schnell von der Hütte aus zu erreichen ist. Wir wandern weiter Richtung Albertfeldkogel, es wird immer turbulenter und ja! Wir treffen sogar wieder Menschen am Weg! ;-) Kaum zu glauben!! ;-) Vorm Albertfeldkogel legen wir unsere Mittagspause ein.. wir hören und sehen schon hunderte Turnschuhtouristen, welche das Europakreuz am Albertfeldkogel bewundern. Natürlich zieht es uns auch dort hin, bevor wir weiterwandern zum Helmeskogel. Den packen wir jetzt auch noch. Im Anschluss suchen wir uns noch das Gipfelkreuz des eigentlichen Feuerkogels bevor wir unseren Weg ins Tal antreten. Wir brechen unseren Abstieg an zum Vorderen Langbathsee. Durch Wald und über Steine geht es dem Anfangspunkt der Tour wieder entgegen. Die letzten Kilometer waren sehr mühsam und die Strapazen der 2 Tage waren uns schon ins Gesicht geschrieben... eigentlich wär auch dieser Abstieg eine schöne Wanderung nur konnten wir diese Schönheit nicht mehr richtig aufgewinnen! Heilfroh waren wir, als wir gegen 17:00 Uhr den Vorderen Langbathsee erblickten und unsere Füße im glasklaren Wasser erfrischen konnten! "Sche woas - und stolz kin' ma sei auf uns!"

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